Der Dezember ist in Jávea der Monat, in dem sich der Badeort zurückzieht, während das Dorf selbst wieder in den Vordergrund tritt. Die Strände liegen verlassen da, die sommerlichen Einrichtungen sind vollständig verschwunden, und Schwimmen kommt für die meisten Besucher nicht mehr infrage. Anders als in den ruhigen Monaten davor ist der Festkalender im Dezember jedoch voll: das lange Wochenende rund um den 6. und 8. Dezember, die Weihnachtsferia am Hafen, die Prozession der Santa Llúcia am 13. Dezember und der erste Weihnachtsschmuck in der Altstadt und am Arenal. Wer Oktober oder November schon kennt, spürt den Unterschied sofort: In den Gassen herrscht wieder Betrieb, nur eben ohne die sommerliche Hitze und ohne den sommerlichen Andrang. Für einen Strandurlaub ist der Dezember also nicht der richtige Monat, doch für alle, die das Dorf so erleben möchten, wie es für sich selbst lebt, mit Weihnachtslichtern über der Plaça de la Constitució, heißer Schokolade nach dem Aufstieg zur Ermita der Santa Llúcia und den ersten Überwinterern, die sich für längere Zeit niederlassen, ist dies einer der eigenständigsten Monate des Jahres.
Wie ist das Wetter in Jávea im Dezember?
An der nächstgelegenen offiziellen Messstation liegt die Durchschnittstemperatur im Dezember bei 12,5 Grad, mit Nachmittagswerten um 17,3 Grad und Nächten um etwa 7,5 Grad. Es fallen im Schnitt 3,7 Regentage, und die Sonne scheint rund 165 Stunden: spürbar kühler als der November, mit merklich weniger Tageslicht.
Im Vergleich zum November, mit einem Durchschnitt von 15,4 Grad, 3,8 Regentagen und 174 Sonnenstunden, ist der Dezember kühler und etwas weniger sonnig, während die Zahl der Regentage nahezu gleich bleibt. Diese Zahlen stammen von der nächstgelegenen offiziellen Messstation beim Flughafen von Alicante, rund neunzig Kilometer entfernt: ein verlässlicher Anhaltspunkt für die Region, keine exakte Messung in Jávea selbst.
Der Dezember ist zudem der Monat mit dem wenigsten Tageslicht im Jahr: Die Sonne geht gegen 8 Uhr auf und zwischen etwa Viertel vor sechs und zehn vor sechs wieder unter, macht rund neun Stunden Tageslicht. Der früheste Sonnenuntergang des Jahres fällt bereits Anfang Dezember, noch vor dem kürzesten Tag selbst.
Auf das Jahr gerechnet passt das ins Bild des gesamten Winters: Die drei Wintermonate zusammen kommen im Schnitt auf 12,1 Grad, 10,2 Regentage und 528 Sonnenstunden, reichlich das Doppelte der etwa 212 Sonnenstunden, die ein niederländischer Winter laut dem königlichen niederländischen Wetterinstitut KNMI in De Bilt liefert.
Kann man im Dezember in Jávea noch schwimmen?
Offiziell ja, doch für so gut wie jeden ist das Wasser zu kalt für ein angenehmes Bad: Die Meerwassertemperatur bei Jávea liegt im Dezember bei rund 16 Grad, Neoprenanzug-Territorium für alle, die trotzdem ins Wasser wollen. Rettungsschwimmer gibt es im Dezember nicht mehr; wer schwimmt, tut das ohne Rettungsposten.
Im Vergleich zu den rund 19 Grad im November ist das Meer im Dezember deutlich abgekühlt. Für die meisten Besucher ist ein Bad damit eher eine Prinzipsache als eine Erfrischung; wer sich trotzdem dafür entscheidet, kleidet sich besser entsprechend.
Welche Feiertage und Veranstaltungen gibt es im Dezember in Jávea?
Der Dezember ist der festlichste Monat des Winters: Der 6. und 8. Dezember sind nationale Feiertage, die Spanier gern zu einem langen Wochenende ausdehnen, rund um diese Tage organisiert der Gewerbeverein eine Weihnachtsferia am Hafen, am 13. Dezember zieht das Dorf in Prozession zur Ermita der Santa Llúcia, und zum Jahreswechsel wird gleich zweimal gefeiert.
Der 6. Dezember ist der Día de la Constitución, der 8. Dezember die Inmaculada Concepción, zwei feste nationale Feiertage, die kurz hintereinander fallen. Spanier machen daraus gern ein langes Wochenende, und rund um dieses verlängerte Wochenende organisiert der Gewerbeverein am Hafen eine Weihnachtsferia: eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung ohne festen Namen oder genaues Datum, aber ein fester Bestandteil des Dezemberkalenders.
Die Weihnachtszeit beginnt in Xàbia bereits Anfang Dezember und erstreckt sich über den Hafen, die Altstadt und das Arenal: ein kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt am Paseo Joaquín Sorolla beim Hafen, eine Feria in der Altstadt, Konzerte und Weihnachtsbeleuchtung im ganzen Dorf.
Eine der schönsten Traditionen des Monats ist die Festa de Santa Llúcia am 13. Dezember. Am Vorabend bringen die Bewohner Blumen zur Heiligenfigur, und am Tag selbst zieht halb Xàbia in Prozession zur Ermita auf dem Hügel hinauf, wo oben eine Messe gefeiert und heiße Schokolade ausgeschenkt wird. Kürbiskrapfen und Mistela gehören zum Fest dazu.
Zum Jahreswechsel gibt es in Xàbia eine doppelte Feier auf dem Platz bei der San-Bartolomé-Kirche in der Altstadt: die campanadas, die traditionellen Glockenschläge zum neuen Jahr. Es gibt eine Familienversion um 12 Uhr mittags, mit Mandarinenspalten statt der üblichen Weintrauben, und die klassische Feier gegen Mitternacht für alle, die lieber lange aufbleiben.
Die Festsaison zieht sich eigentlich bis zum 5. Januar hin, wenn die Cabalgata de Reyes Magos die Weihnachtszeit abschließt: Die Heiligen Drei Könige kommen laut lokalen Medien mit dem Boot im Hafen an und ziehen anschließend in einem Umzug durch das Dorf. Wer im Dezember in Jávea ist, erlebt so den Auftakt zu einer Festsaison, die erst Anfang Januar endet.
Was hat im Dezember in Jávea geöffnet?
Die festen Märkte laufen im Dezember ganz normal weiter: der Donnerstagsmarkt auf der Plaça de la Constitució, die überdachte Mercat Municipal und der Sonntagvormittagsmarkt am Hafen finden das ganze Jahr über statt. Das Museo Soler Blasco läuft im Winterbetrieb, und ein Teil der Gastronomie, darunter das Sternerestaurant Tula, hat im Dezember ausgerechnet geschlossen.
Das Museo Soler Blasco in der Altstadt hat im Winterbetrieb von Dienstag bis Freitag von 10:00 bis 13:30 Uhr und von 17:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, am Wochenende nur vormittags, montags geschlossen. Am 25. Dezember sowie am 1. und 6. Januar bleibt das Museum geschlossen.
Am letzten Wochenende des Monats gibt es außerdem das Marktwochenende bei der Riurau d'Arnauda: samstags regionale Produkte, sonntags Antiquitäten und Vintage, im Winter beide Vormittage. Das ist noch eine junge Initiative, keine gefestigte Tradition, prüfen Sie die aktuellen Zeiten also vorab.
Achten Sie auch auf die Gastronomie: Ein Teil der Restaurants schließt mitten im Winter für eine Weile die Türen, und selbst das Sternerestaurant Tula bleibt von Anfang Dezember bis Anfang Februar geschlossen. Reservieren oder vorab prüfen, ob ein Lokal geöffnet ist, ist im Dezember also ratsamer als in der Hochsaison.
Was kann man in Jávea im Dezember unternehmen?
Der Dezember ist ausgezeichnetes Wanderwetter: Die Temperaturen sind mild, und die Wege am Montgó und entlang der miradors liegen ruhig da. Die Strände sind im Dezember völlig leer und so ruhig wie im ganzen Jahr nicht, und wer Kajakfahren bei der Cala Granadella ausprobieren möchte, sollte vorab prüfen, ob der Anbieter im Winter fährt.
Ohne die sommerliche Hitze und ohne Warteschlangen ist der Dezember einer der angenehmsten Monate, um den Montgó zu besteigen oder die miradors-Route entlang der Küste abzulaufen. Auch Strände wie das Arenal und La Grava liegen im Dezember verlassen da, nur mit den Wellen und der Wintersonne statt Sonnenschirmen und Trubel.
Kajaktouren bei der Granadella werden ganzjährig angeboten, doch im Winter gibt es keine Garantie, dass jeder Anbieter tatsächlich fährt: Erkundigen Sie sich vorab, ob eine Tour im Dezember noch buchbar ist.
Der Dezember fällt zudem mitten in die Wintervermietungssaison: Wer den ganzen Winter bleibt, lässt sich in diesem Monat endgültig für einen längeren Aufenthalt an der Küste nieder.
Ist der Dezember ein guter Monat für einen Besuch in Jávea?
Für einen Strandurlaub nicht: Das Wasser ist zu kalt, der Badeort steht still, und die Tage sind kurz. Für alle, die das Dorf außerhalb der Hochsaison erleben möchten, dagegen schon: Der Dezember ist zusammen mit dem übrigen Winter die ruhigste Zeit für den Strandtourismus, doch dank des vollen Festkalenders wirkt das Dorf lebendiger als im Oktober und November.
Während Oktober und November vor allem stille, leere Monate sind, bringt der Dezember das lange Festwochenende, die Weihnachtsferia, Santa Llúcia und die erste Weihnachtsbeleuchtung zurück in die Gassen. Das macht den Monat reizvoll für alle, die eine authentische Seite von Xàbia sehen möchten, ohne den sommerlichen Trubel, aber auch ohne die vollständige Stille der Monate davor.
Wer einen Strandurlaub sucht, entscheidet sich besser für die Hochsaison; wer lieber wandert, lokale Traditionen mag und das Dorf in seinem eigenen Rhythmus erleben möchte, trifft im Dezember auf ein Xàbia, das ganz bei sich selbst ist.